Project Zebra 2017 | Wettkampfhärte und Trainingskilometer

Project Zebra

Im vierten Teil unserer Serie „INSIDE TEAM BULLS“ erhältst du einen Einblick in die spezifische Rennvorbereitung des Teams und du erfährst, wie sich die Profis auf ihr Saisonhighlight vorbereiten.

Um auf die Wettkampfhärte für das Cape Epic zu trainieren und sich bestmöglich für das große Event fit zu machen, reiste das Team BULLS bereits Anfang Februar nach Südafrika. Der Trainingsfokus lag dort auf wettkampfspezifischen Einheiten unter Cape Epic-Rennbedingungen. So bestritt das Team ein dreitägiges Mountainbike Etappenrennen und nahm dadurch bereits zwei Etappen der diesjährigen Cape Epic Route in Augenschein. Wir haben die BULLS Profis bei ihrer Vorbereitung begleitet und berichten, wie sich Fahrer und Material das erste Mal auf Cape Epic Terrain, im internationalen Vergleich geschlagen haben. 

Hattrick zum Saisonauftakt

Einen gelungeneren Saisonauftakt hätte sich die BULLS Paarung mit Karl Platt und Urs Huber nicht wünschen können. Mit einem grandiosen Auftaktsieg gewannen die beiden BULLS Profis die erste Etappe der dreitägigen Mountainbike Rundfahrt „Tankwa Trek“. Dass ihnen das Terrain am südafrikanischen Kap liegt, stellten sie mit zwei weiteren Etappensiegen eindrucksvoll unter Beweis. Damit machten Karl und Urs den Hattrick perfekt und gewannen die Vorbereitungsrundfahrt souverän.

Dieser Sieg ist ein Ausrufezeichen in Richtung Cape Epic und zeigt nicht nur den beiden Athleten, wie stark sie aus der Winterpause gekommen sind, sondern lässt auch die Konkurrenz wissen, an wem sie sich beim Cape Epic messen müssen. Denn viele Teams nutzten das Etappenrennen „Tankwa Trek“ zur Vorbereitung auf das große Mountainbike Event Mitte März.

„Ich war von mir selbst überrascht, wie stark ich bin, aber auch wie leicht es ging. Wir hatten nie Probleme und konnten das ganze Rennen bestimmen“, so ein, nach seinem Sieg selbstbewusster Karl Platt. „Außerdem! Das Wild Edge Team läuft einfach perfekt unter diesen Bedingungen, ich kann mir kein besseres Bike für das Cape Epic vorstellen!“ Leistungswerte von 320 Watt im Schnitt (normalized power) über die gesamte Rennzeit unterstreichen, dass Mensch und Maschine perfekt miteinander harmonieren.

Support-Team ohne Support-Team

Flankiert wurden die beiden Teamkapitäne Karl und Urs wieder von ihrem „Support-Team“ BULLS II. Simon Stiebjahn und Tim Böhme gingen zwar gesundheitlich angeschlagen in das Etappenrennen, unterstützten ihr Leader-Team dennoch nach allen Kräften. Gerade in den Flachpassagen sah man die beiden immer wieder vor ihren Kapitänen eingespannt im Wind Führungsarbeit verrichten. Doch am dritten Tag hätten sich die beiden Edelhelfer auch gerne ein „Support-Team“ gewünscht, nachdem sie ein Laufradschaden aus dem Rennen warf. „Keine Ahnung wie das passieren konnte!? Ich bin auf einer Holzbrücke etwas weggerutscht. Dabei hat sich das Hinterrad wohl in einem Spalt verkeilt und ist stecken geblieben. Durch die Hebelwirkung ist dann irgendwie das Hinterrad gebrochen“, berichtet Simon Stiebjahn über sein Malheur. Umso mehr freuen sie sich, dass Team BULLS I noch defektfrei durch die Etappe gekommen ist und nicht mehr auf ihre Hilfe angewiesen war. „Was die beiden da abgeliefert haben, war schon ein starkes Ding! Die Konkurrenz war machtlos... Ich habe ja den besten Platz im Rennen, um mir das ganze Spektakel anzuschauen“, so ein respektvoller Tim Böhme mit einem Augenzwinkern über das Team BULLS I. 

Die „Zukunft“ wird aufgebaut.

Etwas „Cape Epic Luft“ durfte der BULLS-Jungster Martin Frey im Vorbereitungs-Trainingslager und beim Etappenrennen schon mal schnuppern. Von diesem verabschiedete er sich mit einem beeindruckenden vierten Platz in der Gesamtwertung und hinterließ damit eine erste Duftmarke. Mit dem heute 23 jährigen ist in Zukunft zu rechnen. „Es ist natürlich toll für mich, schon mal bei einer Cape Epic Vorbereitung mit dabei zu sein,  mit den Jungs zu trainieren und Rennen zu fahren. Von denen kann ich hier noch viel lernen und das mach ich auch“, meint ein motivierter Martin Frey über die zwei Wochen  Vorbereitungs-Trainingslager mit den gestandenen BULLS Profis.

Harte Trainingskilometer sammeln

Nach dem Rennauftakt in Ceres ging es weiter in das zwei Autostunden entfernte Hermanus, um sich die Strecke der ersten beiden Etappen des diesjährigen Cape Epic anzuschauen. Nach dem 26 Kilometer langen Prolog in Meerendal startet in Hermanus am 20. März die 101 Kilometer lange Auftaktetappe. „Die ersten Etappen zu kennen, ist besonders wichtig. Hier sind noch alle Fahrer furchtbar nervös und es ist ein ständiges Hauen und Stechen um die vorderen Positionen. Zu wissen, wann man vorne sein muss wenn es in die Trails geht, wie lang die Anstiege sind und die technischen Passagen der Abfahrten zu kennen, ist ein absoluter Vorteil“, so Urs Huber über die Streckenbesichtigung.

Neben dem rennspezifischen Training auf der Strecke, standen noch weitere Schlüsseleinheiten auf dem BULLS Trainingsplan. Harte Intervalle über dem Renntempo, Krafttraining im Fitness Studio und überlange Einheiten auf der Straße kennzeichneten das erste gemeinsame Trainingslager des Team BULLS. 

Der Trainingsweg bis zum Cape Epic

Nach zehn Tagen trennte sich das Team wieder, um in die individuelle Trainingsvorbereitung überzugehen. Hier wählt jeder BULLS-Profi in den nächsten Wochen seinen eigenen Weg. Karl, Urs und Martin sammelten am Wochenende weitere Wettkampfkilometer beim „Sabie Expierience Stage Race“, im Norden Südafrikas. Dagegen blieben Simon und Tim am Kap, um weiterhin Basisarbeit zu verrichten und die verlorenen Kilometer nach ihren Erkrankungen aufzuholen. Dazwischen folgt für die BULLS Profis ein zweiwöchiger Trainingsblock in Deutschland und in der Schweiz, bis es Anfang März wieder nach Südafrika geht. Dort machen die Bikeprofis einen fünftägigen Abstecher auf die Straße. Bei der „Tour of Good Hope“, einer Rennradrundfahrt, holen sie sich den letzten Feinschliff fürs Cape Epic, um am 19. März mit der absoluter Top-Form am Start zu stehen und die Titelverteidigung anzugehen. 

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