Project Zebra 2017 | Ready to Race! Route, Taktik & Media

Project Zebra

Kurz vor dem Start des Cape Epic weihen wir euch in die taktischen Besonderheiten der Etappen ein. Zudem erfahrt ihr in #9 von „INSIDE TEAM BULLS“, wie ihr live dabei seid und keine Highlights vom Cape Epic verpasst.

Projekt Titelverteidigung

Team BULLS I rollt am Sonntag mit der Startnummer 1 an die Startlinie des Cape Epic. Damit steht die Kampfansage: Team BULLS will seinen Vorjahreserfolg wiederholen. „Es gibt kein anderes Ziel als die Titelverteidigung!“ Sagt selbstbewusst der Team Kapitän Karl Platt. Karl konnte bereits fünf Mal in seiner Karriere beim Cape Epic ganz oben stehen. Ein sechster Sieg würde ihn an die Spitze der Seriensieger setzten.

In unserer Serie „INSIDE TEAM BULLS“ im BULLS MAGAZIN habt ihr bereits gelesen, wie sich die Profis auf Südafrika vorbereiten, mit welchen Bikes sie am Start stehen werden und welches Betreuer Team hinter den Erfolgen steht. Bevor es losgeht, stellen wir euch die Etappen vor und gehen auf die taktischen Besonderheiten des Streckenprofils und dem voraussichtlichen Renngeschehen ein.

Der Prolog zum Auftakt

Wie bei der Tour der France, startet auch die „Tour de France der Mountainbiker“ mit einem Auftaktzeitfahren, dem Prolog. Beim Prolog starten die Teams im zwei Minuten Takt und müssen die 26 Kilometer lange Strecke mit 750 Höhenmetern rund um den Weinberg von Meerendal im Paarzeitfahren absolvieren. Im letzten Jahr konnte das Team BULLS I mit Karl Platt und Urs Huber nach dem Prolog das Gelbe Trikot direkt überstreifen. Mit einem starken Auftritt, konnten sie die Konkurrenz  mit über einer Minute Vorsprung deklassieren. So leicht wird es ihnen in diesem Jahr wohl nicht gemacht werden. Sieht man sich die hochkarätige Starterliste aus dem Cross Country Bereich an, wird es wohl dieses Jahr enger zugehen. Die Kurzzeitspezialisten wie beispielsweise Olympiasieger Nino Schurter oder der deutsche Manuel Fumic, sind vom Rennprofil her klar im Vorteil. Nichtsdestotrotz, heißt es von Kilometer eins an keine Zeit verlieren, besser noch, Zeit gewinnen. Auf unseren Edelhelfern vom Team BULLS II, Simon Stiebjahn und Tim Böhme lastet kein so großer Erfolgsdruck sich schon am ersten Tag beweisen zu müssen und um jede Sekunden zu kämpfen. Für sie gilt die Devise, gut ins Cape Epic zu starten und zeigen was sie drauf haben.

Etappe 1 + 2

Nach dem Prolog am Sonntag, steht ein zweistündiger Transfer nach Hermanus für die Teams an. In Hermanus erwarten das Profi-Peloton gleich zwei richtig, harte Etappen. Beide Etappen sind deshalb schon in einem Atemzug zu nennen, da sie vom Anforderungsprofil in etwa gleich schwer sind. Mit 101 und 102 Kilometern sind beide dreistellig und durch die 2.300 Höhenmeter wohl ähnlich anspruchsvoll. Die BULLS Profis haben sich die Etappen bereits im Februar während des Trainingslagers angeschaut und wissen nun was auf sie zukommen wird. „Auf den ersten Etappen geht es immer gleich sehr hektisch zur Sache, alle sind frisch, fit und top motiviert. Das Rennen ist quasi ein ständiger Positionskampf. Dann hilft es, zu wissen, wann es eng wird und wann wir vorne sein müssen“ so Urs Huber aus seiner Erfahrung der letzten Jahre. „Am Anfang des Cape Epics wird um jede Sekunde gekämpft, am Ende geht es um Minuten“, ergänzt Karl Platt. Damit ist mit einem harten Kampf in den beiden ersten Etappen zu rechnen und die Aufgabe für unsere BULLS Teams ist, sich vorne zu platzieren.

Etappe 3 + 4

Der vierte Tag wirkt mit seinen „nur“ 78 Kilometern und 1.650 Höhenmetern im Vergleich zu den ersten beiden Etappen fast, wie eine Überführungsetappe. Aber wie es so schön unter den Rennfahrern beim Cape Epci heißt: „The profile never tells the truth.“ Was so viel heißt wie, man weiß nicht was auf einen zukommt. Oft sind die scheinbar leichten Etappen, die von der schwierigeren Sorte und ausgestattet mit einem raffen und kräftezehrendem Terrain. Wollen wir für die Profis hoffen, dass auf der dritten Etappe die Fahrer etwas durchschnaufen können. Denn Etappe 4 steht mit 112 Kilometern und 2.150 Höhenmetern als längste Etappe auf dem Cape Epic Programm. Die Route von Greyton nach Elgin hat es vor allem im letzten Drittel in sich. Am „Botrivier Pass“ erwartet die BULLS Profis ein schwerer 500 Höhemeter Anstieg. Danach geht es direkt in eine technische Abfahrt Richtung Ziel. Diese Konstellation könnte eine erste größere Vorentscheidung mit sich bringen. Denn wer sich da noch stark fühlt, wird attackieren. 

Etappe 5 + 6, die Königsetappen

Mit bereits fünf Renntagen in den Beinen, warten im „Oak Valley“ die zwei härtesten Etappen auf die BULLS Profis. „Auf der fünften Etappe wird ersichtlich, wer noch fit ist und welches Team müde wird.“ weiß Karl Platt aus seinen 13 Teilnahmen zu berichten. Ab jetzt zeigt sich, wer über echte Rundfahrer Eigenschaften verfügt und die 84 Kilometer mit 2.100 Höhenmetern noch kraftvoll angehen kann. Hier spielen sich nun besonders die „Marathon Qualitäten“ unserer BULLS Fahrer, gegenüber den Cross Country Spezialisten aus. Wenn Etappe Nummer 5 noch keine Vorentscheidung gebracht hat, dann wird es die „Königsetappe“ des diesjährigen Cape Epics, am vorletzten Tag  tun. Diese hat satte 103 Kilometer auf dem Programm und mit 2.700 Höhenmetern die meisten Anstiege. Vor allem mit dem „Groenlandberg“ gleich zum Beginn der Etappe steht ein echter Cape Epic „Scharfrichter“ vor ihnen. Sobald sie diesen nach 30 Kilometern überquert haben, geht es noch harte 70 Kilometer mit einem ständigen auf und ab ins Ziel. Besonders diese beiden schweren Etappen werden Spannung im Gesamtklassement versprechen und stehen bei unseren BULLS Profis ganz oben auf der Liste, zum Angriff.

Schlussetappe 7

Wenn bei der „Tour de France“ die letzte Etappe für ein „Ausrollen“ nach Paris genutzt wird, geht es beim Cape Epic noch bis zum letzten Kilometer richtig zur Sache.  Zwar gehört die siebte Etappe mit 85 Kilometern und 1.350 Höhenmetern nicht zu den schwierigsten, fordern wird sie die Fahrer nach sieben harten Renntagen in den Beinen, dennoch. Und so wird es wohl wieder ein emotionales Finish geben, wenn die Profis nach 691 Kilometern und 15.400 Höhenmetern zum Teil total entkräftet im Ziel in „Val de Vie“ bei Paarl ankommen. „Es ist immer ein besonderer Moment ins Ziel des Cape Epics zu rollen. Egal auf welcher Position. Da mischen sich die Gefühle aus: Stolz, Zufriedenheit und auch Erleichterung darüber, dass man es ‚endlich‘ geschafft hat und die Strapazen hinter einem liegen.“ weiß Tim Böhme zu berichten, der sich im letzten Jahr mit einem Magendarminfekt ins Ziel geschleppt hat. 

Etappe 9

Wenn das Cape Epic wie im letzten Jahr mit einem großen Erfolg endet, dürfen sich die BULLS Profis noch auf eine weitere Etappe freuen. Die traditionelle „Etappe #9“ wird in Kapstadt ausgetragen und es wird dabei oft mehr getrunken als auf manch einer Hitzeetappe ;) . Wir werden es ihnen erneut gönnen, sollten am 26. März die Korken knallen.

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