Project Zebra 2017 | Saison Kick Off - Team BULLS beim Leistungstest

Project Zebra

Seit nunmehr 25 Jahren packt Team Kapitän Karl Platt jeden Winter seine Tasche für den obligatorischen Laktattest im Radlabor. Anfangs noch als Junior im Rahmen der „konditionellen Leistungsdiagnostik“ mit der deutschen Mountainbike Nationalmannschaft. Nun, als gestandener Profi stellt er sich immer noch jedes Jahr dem Laktattest, um seine konditionellen Fähigkeiten und aktuellen Trainingsbereiche zu ermitteln. Seine Teamkollegen Simon Stiebjahn, Martin Frey und Tim Böhme tun es ihm gleich, wie auch die BULLS Enduro Cracks Marc Oppermann und Christian Textor. Denn auch für die Abfahrtskünstler gilt, je fitter desto schneller. Und so gibt es zu Beginn des Jahres ein nettes „meet & greet“ im Radlabor und der Kick-Off für die neue Rennsaison wird gemeinsam gesetzt.

Von den Profis lernen

Der Laktattest ist ein anschauliches Beispiel, wie Hobbysportler von Profis lernen können. Denn beim Leistungstest wird das Fundament zur Leistungssteigerung gelegt. Der aktuelle Rad-Fitnessstand wird festgestellt und die individuellen Leistungsbereiche definiert. Zeiteffizientes Training ist das Ziel. Jede Stunde auf dem Bike muss sitzen, um den möglichst optimalen Trainingsoutput zu erreichen. Dass gilt nicht nur für die BULLS Profis, sondern besonders auch für den passionierten Hobby Radsportler, der berufsbedingt wenig Zeit für´s Training hat.

Ein Grund mehr, sich dem Thema Laktattest zu widmen und genaue hinzuschauen, was die BULLS Profis ein bis drei Mal pro Jahr im Radlabor so machen.

Der Laktattest

Das Testverfahren ist schnell erklärt. Es handelt sich um einen stufenförmigen Test, der bei einer geringen Leistung von 100 Watt startet und alle drei Minuten bis zur Ausbelastung um 20 Watt gesteigert wird. Die BULLS Profis steigen nach einer sportlichen dreiviertel Stunde bei ca. 420 Watt vom Ergometer. „Aber dann geht auch wirklich nichts mehr“ meint Karl Platt nach dem Test. Nach jeder Stufe wird der Laktatgehalt im Blut und die Herzfrequenz gemessen. Daraus zeichnen sich zwei Kurven ab, die zur Bestimmung der „anaeroben Schwelle“, auch Ausdauerleistungsgrenze genannt, dienen. Anhand dieser Schwelle werden die individuellen Trainingsbereiche ermittelt und der Fitnessstand des Sportlers festgestellt.

Der Status Quo – die Leistungsschwelle

Der Leistungsmarker  (die anaerobe Schwelle), trifft die erste Aussage nach dem Laktattest. Dieser Wert sagt dem Sportler ziemlich direkt wie fit er ist. Zum Saisonbeginn liegt die Schwelle bei den BULLS Marathon Profis bei ca. 4,5 Watt/ Kg Körpergewicht und wird zum Saisonhöhepunkt,  z.B. dem Cape Epic, auf ca. 5,0 Watt/ Kg hochtrainiert. Die beiden Enduro Fahrer liegen hier etwas weiter hinten, aber mit ca. 3.0 Watt/ Kg verfügen sie durchaus über ein respektables Ausdauervermögen. Das Testergebnis zum Saisonstart sieht für die Profis damit schon mal vielversprechend aus.

Jetzt wird effektiver trainiert

Anhand dieser Erkenntnisse trainieren die BULLS Team Fahrer optimal den für die Rennen, wie das Cape Epic, so wichtigen Fettstoffwechsel. Sie erzielen damit den bestmöglichen Effekt für die Verbesserung ihrer Ausdauerleistungsfähigkeit. Auch alle übrigen Trainingsformen bekommen nun den gewünschten Erfolg, wenn die entsprechende individuelle Belastung im Training, möglichst exakt getroffen wird.

Davon profitieren Profis wie auch Jedermänner.

Vor allem die Trainingssteuerung mit Hilfe eines Powermeters, macht den Workout erst dann hocheffektiv, wenn die einzelnen Trainingsbereiche bekannt und exakt angesteuert werden können.

„Dass ist das Geheimnis eines effektiven Trainings. Wer den Ausdauerbereich verbessern möchte, der muss gezielt in diesen Bereichen trainieren. Das gleiche gilt für die intensiven Bereiche. Nur wer darin trainiert, wird dort auch besser. Der häufigste Fehler den Profi- wie Hobbysportler oft machen, ist, dass sie für ein Ausdauertraining zu schnell fahren und für ein Tempotraining zu langsam. Die Trainingsreize kommen nicht an und der gewünschte Effekt zur Leistungssteigerung bleibt aus. Hier greift der Laktattest. Wer Umfang und Intensität genau zu dosieren weiß, kennt die Trainingsabkürzung ,“so Tim Böhme, der BULLS Profi und Mitgründer des Radlabors. Er  fährt die langen  Ausdauereinheiten übrigens, am liebsten auf seinem BULLS Gravelbike. „Mein Grinder ist für mich das perfekte „Endurance-Bike“, damit lassen sich die Ausdauer-Workouts am besten umsetzten.“ (Artikel-Tipp: GRAVEL BIKE: DAS PERFEKTE RADKONZEPT). Aber auch auf dem Mountainbike, Rennrad oder gar dem E-Bike lässt sich die Leistungsfähigkeit spielerisch verbessern, wenn man weiß wie.

Fazit für den Jedermann

So können wir von den Profis mitnehmen, dass sich auch für den Jedermann ein Laktattest lohnt, um das Training auf eine neue Qualitätsstufe zu heben. Sowohl die BULLS Profis, als auch Sie als Hobbysportler, wollen den möglichst höchsten Wirkungsgrad im Training erreichen. Denn zwei Stunden Training sind nicht gleich zwei Stunden Training. Das weiß auch Karl Platt und seine Teamkollegen. So werden sie sich nach dem Cape Epic, vor dem Start der europäischen Rennsaison und wieder im Juli zur Vorbereitung auf die Transalp, im Radlabor zum Laktattest treffen. Bis es im Frühjahr 2018 wieder heißt, Tasche packen und auf ein Neues. Die Saison steht in den Startlöchern...