Project Zebra 2017 | Das BULLS-Race-Zebra

Project Zebra


Die Vorjahressieger Karl Platt und Urs Huber haben den großen Erfolg beim Cape Epic 2016 auch ihren BULLS-Race-Bikes zu verdanken. Jetzt wurde das „Zebra“, (Wild Edge Team DI2) wie es liebevoll wegen seines Designs genannt wird, noch einmal verbessert. In Folge #5 von „INSIDE TEAM BULLS“ schauen wir genauer hin mit welchen Bikes die BULLS Profis dieses Jahr in Südafrika unterwegs sind. Dafür gewährt uns BULLS Produktentwickler Daniel Plath einen Blick „unter die Motorhaube“ des Wild Edge Team. Plath sagt uns, was er und sein Ingenieur-Team am neuen Modell verbessert haben. Zudem erfahrt ihr, was die Profis ans Bike bauen, um sich gegen Defekte zu wappnen und wie  ihre Sitzposition optimiert wird.

Daniel Plath

Am Anfang geht´s zum Bikefitting

Nachdem die BULLS Profis ihre neuen Bikes für die Saison bekommen hatten, ging es zum Bike-Fitting. Beim Besuch im Radlabor wird eine sogenannte Sitzpositionsanalyse durchgeführt. Hier werden die Körpersegmentlängen der Sportler exakt vermessen, das Bike gescannt und heraus kommt die perfekte Sitzposition. Doch ganz so einfach geht es bei der zweistündigen Analyse leider nicht zu. Die Bewegungsmuster werden per Videoaufnahmen weiter analysiert und die Radlabor-Bikefitting-Experten nähern sich so Schritt für Schritt an das gewünschte Ziel: die Kraftübertragung auf dem Bike zu optimieren und die BULLS Athleten in eine Position zu bringen, in der sie sich wohl fühlen und ihre volle Leistung entfalten können. Auch wenn der Leistungsgewinn pro  Kurbelumdrehung klein erscheinen mag, bei 28 Stunden Rennzeit in acht Tagen kommt so einiges zusammen. Etwa 100.000 kraftvolle Kurbelumdrehungen werden die BULLS Profis auf ihrem Zebra beim Cape Epic drehen. Da erreicht sogar die kleinste Optimierung eine große Wirkung.

„Das Bike mit den Profis entwickelt“

Mit dem gleichen Optimierungsansatz geht auch Produktmanager Daniel Plath an die Entwicklung seiner BULLS Bikes. Um das perfekte Cape Epic Bike zu konstruieren, fing das Entwickler-Team ganz von vorne an. Zuerst mussten die Anforderungen für ein Cape Epic Bike festgelegt werden. Dazu trafen sich alle involvierten Parteien am runden Tisch in Köln bei der ZEG. „Wir wollten das komplette Know How nutzen, welches uns zur Verfügung stand“, berichtet Daniel Plath zum gemeinsamen Treffen. Bike-Entwickler, Team Fahrer und Mechaniker „brainstormten“ gemeinsam  zum neuen „Wild Edge Team“. Das Resultat kann sich sehen lassen.

„Wir haben beim 2017er Model die Kettenstreben gekürzt, was zu mehr Agilität führt, den Lenkwinkel auf 71° angepasst, damit sich das Fahrverhalten am „Cockpit“ optimal im Zusammenspiel mit einer RS1 Federgabel -110mm- verhält, anstatt mit bisherigen 100mm. Um auf eine für die Profis optimierte und sportliche Sitzposition zu kommen, haben wir das Oberrohr bzw. den Reach verlängert“, fasst Daniel Plath die ersten Anpassungen zusammen.

Doch es geht noch weiter. Der neue Boost Standard wurde vorne wie hinten berücksichtig, was noch mehr Steifigkeit in die 29 Zoll Laufrädern bringt. Auch zum neuen Fahrwerk hört man Daniel nur schwärmen: „Dieses wurde für eine perfekte, lineare Federwegausnutzung (110mm) entwickelt. Mit einem vorgesehenen Wendechip an der vorderen Federbeinaufnahme lässt sich das Fahrwerk aber auch für den neuen metrischen Federbeinstandard umrüsten und bringt dann noch ausreichende 100mm Federweg auf den Trail. Weiterhin ist es uns in der Entwicklung gelungen, sehr gute „Anit-Squat“ Werte im Fahrwerk umzusetzen, was zu einer festen „Trittplattform“ an der Antriebseinheit führt. Damit sind wir beim Pedalieren maximal effizient und den Fahrern geht durch ein zu stark „wippendes“ Fahrwerk keine Kraft verloren.“ Genau das wollen die Marathon-Profis: maximale Effizienz im Anstieg und ein agiles Bike mit perfekter Federwegsausnutzung im Downhill. Daniel setzt noch eins drauf: „ Darüber hinaus ist es uns sogar gelungen den neuen Rahmen rund 300 Gramm leichter zu bauen –im Vergleich zum Referenz-, und Siegerbike von 2016-.
So ist das neue Race-Zebra nun wirklich die ultimative Wettkampfwaffe für die Profis beim Cape Epic. Und natürlich für jeden, der Fahrspaß mit Highperformance verbinden will und das zu einem tollen Preis.

 

Fahrt das gleiche Bike wie die Profis! Das Wild Edge Team DI2 könnt ihr bei uns im BULLS-Online-Shop bestellen oder ihr geht direkt zu eurem BULLS Händler des Vertrauens! Hier geht es zu unserer Wild Edge Familie: BULLS Wild Edge Bikes

Was sagen die Cape Epic Sieger 2016 zu ihrem neuen Bike?

„Brutal, ich bin begeistert! Die Entwicklungszeit und den Grips den wir da reingesteckt haben, zahlen sich voll aus!“ so Team BULLS Kapitän Karl Platt, der gemeinsam mit seinem Ex-BULLS Profi Stefan Sahm als Fahrer maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war und einige Prototypen getestet hat. Auch der Schweizer Meister Urs Huber zeigt sich begeistert über sein neues Arbeitsgerät: „Naja, das erste großes Rennen gleich gewonnen! Was soll ich da noch hinzufügen, damit ist alles gesagt“

 

(Artikel Tipp: Lest in Folge # 4 von INSIDE TEAM BULLS, wie sich das Bike im ersten internationalem Vergleich geschlagen hat.)

So wird das Wild Edge Team DI2 zum Cape Epic Race-Zebra.

2016 gingen die BULLS Profis noch mit einer Zebra-Sonderlackierung an den Start. 2017 ist diese nun auch auf den Serienrädern für euch zu haben. In den Bildern unten, stellen wir euch nun noch kurz die besonderen Spezifikationen vor, die ein Cape Epic Bike ausmachen. Denn der Ritt mit dem Zebra durch südafrikanisches Terrain, verlangt so einiges von Fahrer und Bike ab.

Klar, Team BULLS schaltet elektronisch mit der Di2, wie sie auch am Serienbike vorhanden ist. Die Profis schwören darauf! Schaltvorgänge können jederzeit exakt durchgeführt werden, auch wenn unter Volllast getreten wird. Ein echter Vorteil.

Eine weitere Errungenschaft gegenüber 2016. Jetzt passen zwei große Flaschen in das vordere Rahmendreieck – welches im Übrigen eine wichtige Anforderung an den Rahmen war und auch mit in die Fahrwerksentwicklung (relativ hoch gesetztes Federbein) eingeflossen ist. Gerade wenn es auf die Mittagshitze zugeht, sind die Profis über jeden Tropfen mehr an Bord froh.

Schön im Lenker versteckt darf das Sahmurai Sword am Bike nicht fehlen. Platten flicken war einmal. Mit der genialen Weiterentwicklung durch Stefan Sahm und seinem Shamurai Sword, kann ein Loch im Reifen nun in sekundenschnelle geflickt werden. Ein Tool, dass nicht mehr wegzudenken ist, gerade in den mit Dornen und spitzen Steinen gespickten Trails Südafrikas.

Damit die Luft nicht ausgeht und auch schnell nachgeschossen werden kann, sind am Bike eine Luftpumpe so wie auch eine CO2 Patrone angebaut.

In der Satteltasche ist so einiges enthalten, was auch in einer gut sortieren Fahrradwerkstatt zu finden ist. Darin befinden sich: Ersatz CO² Patrone, Schaltauge, Kettenglied, Minitool mit Kettennieter, Fahrradschlauch, Reifenheber und...das war’s. Mehr passt nun wirklich nicht mehr rein.